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Kino

Sich dem Konsumzwang im Kino zu entziehen fällt wahrlich schwer. Allgemein hat das flimmernde Vergnügen eine doch beachtliche Portion Zwang zu bieten, beginnend mit der allzu menschlichen Sucht nach Zerstreuung, die in zwanghafter Suche nach Realitätsflucht endet, geboren im heutigen Zwang nach Sorglosigkeit, möge sie auch nur vorgetäuscht sein. So scheinen die Kartenabreißer und Security-Leute nicht nur Bezahlende von den Nichtbezahlenden zu trennen, sondern auch von allzu realen Problemen außerhalb der Enklave der Sinnlosigkeit. Einmal dann den sinnberauschendem Erlebnis ausgeliefert im Sessel sitzend, jegliche Unbequemlichkeit im überteuertem Verzehr dort zu erstehender Genussmittel, Nahrungsmittel sind es ja nicht, erstickend, geben wir unser Gemüt dem Zwang der Filmemacher preis, die sehr genau wissen, wie sie uns Emotionen aufzwingen. Froh, wenn der Held siegt, kein Mitleid für den Bösen, er hat es ja so verdient, und frei von jeglicher Reflexion. Wir werden zu unfreiwilligen Diener, zu Götzenanbetern, für den Moment der Deprivation jeglicher Reize von außerhalb lassen wir uns von ihrem Zwang leiten, um den Zwängen außerhalb des Kinos zu entfliehen. In Indien, wo diese Flucht nur allzu verständlich ist, gehen die Filme deswegen auch drei Stunden und länger, doch hier müssen wir nicht dreckigen, verseuchten Slums entfliehen, uns keine Heiligen aufbürden lassen, die von überlebensgroßen Plakaten unsere Unbedeutendheit versuchen einzureden. Warum geben wir uns dann dieser Flucht, und vor allem den überhöhten Preisen hin? Statt gemeinsam einsam in bequemen Sesseln mit zu wenig Beinfreiheit, sollten wir nicht lieber beisammen sitzen und uns mehr Zeit für einander nehmen?
20.3.06 15:23


Aktualisierung

Die letzten beiden Einträge noch mal überflogen, werde sie eventuell noch tiefgreifender ändern. Ihre Bedeutung erscheint mit noch nicht klar genug. Wie beschenkt wir mit dem Leben und unseren Familien wir uns fühlen sollte, und wie wir dies auch nach außenhin spürbar machen sollten.

16.3.06 20:37


Familiensinn

Die Familie sollte, nein, ist unser Rückhalt, unsere Rückzugsmöglichkeit. Es ist die Gemeinschaft deren Rückhalt wir eigentlich sicher sein sollten. Jeder frei erscheinende Fall eines Familienmitgliedes, sei es unser eigener, sollte spätestens in der Familie aufgefangen werden. Wenn nicht dort, so besteht keine Hoffnung für die große Gesellschaft. Familie, nicht unbedingt Blutsverwande, dass bedeutet für einander da zu sein, es bedeutet, mit anderen Sachverhalten, die höchste Priorität im Leben. Können wir uns nicht auf unsere Familie verlassen, können wir es auf niemanden. Familie, das bedeutet Mängel auszugleichen, Hilfe zu bieten, ohne Zwang akzeptieren, nicht unbedingt kritiklos, dennoch aber ohne Vorbehalt. „Für einander da sein“ ist ein viel zu inflationär gebrauchter Satz. Seine wahre tiefe Bedeutung aber, dem anderen Beistehen, ist einer der Pfeiler, nein, das Fundament des Gebäudes welches wir „Familie“ nennen.
15.3.06 22:13


Aktalisierung

Buchempfehlungen - 4

Fundstücke - 2

15.3.06 08:22


Einfachheit zu leben

Wir leben! Wir leben und müssen nicht hoffen etwas zu überleben. Wir wurden mit der Leichtigkeit zu leben beschenkt. Dies einzusehen, ist die einzige Aufgabe die wir haben, einzusehen, dass Leben ein Geschenk ist. Wieso sind die Sterbende dafür die Augenöffner? Das Leben ist so wertvoll, so voller Wunder und so kostbar. Eine Tatsache, die erst mit ihrem Entzug deutlich wird. Nur genießen, die Blumen mit ihrem Duft, die Sonne auf unserem Gesicht, ein schönes Lied in unserem Ohr oder Freunde, die durch Anwesenheit Freude bringen. Dem allen brauchen wir uns nur zu öffnen, anstelle uns durch Nichtigkeiten von deren Bedeutung ablenken zu lassen. Eine Tatsache, die leider vielen Menschen erst am Ende ihres Lebens bewusst wird, die bewusst wird, wenn die Möglichkeit nicht mehr besteht es zu genießen, eine Tatsache die uns auch schon bewusst werden kann. Dafür müssen wir nicht einmal etwas tun, außer uns der Schönheit des Lebens zu öffnen. Die meisten von uns sind gesund, haben ein Dach über dem Kopf, müssen keinen Hunger leiden, leben nicht in Kriegsgebieten. Wir dürfen leben. Es ist kein Zwang, es ist ein Geschenk. Es ist das tollste Geschenk in dieser Welt. Einfach leben zu dürfen. Wieviele sind dazu nicht in der Lage, obwohl sie gern würden? Wievielen ist die Lebenszeit beschnitten. Ein Kind mit Krebs, in der Gewissheit sterben zu müssen, kann uns mehr über die Unglaublichkeit des Lebens erzählen, als es jedes Buch könnte. Kinder ohne Krankheit können uns vormachen das Wunder des Lebens zu sehen.
14.3.06 19:18


Kommunikation

6000 Worte äußert die durchschnittliche Frau und 1000 der durchschnittliche Mann am Tag. Das ist gut. Eigentlich noch viel zu wenig. Bei wie vielen Paaren hört man nach der Trennung, dass nicht gesagte Worte den größten Schaden ausrichteten, viel mehr als die Gesagten. Kommunikation ist demnach schon mal ein probates Mittel zwischenmenschliche Beziehungen zu verbessern, zumindest ihren Untergang aufzuhalten. Der Entzug der selbigen demnach ein Mittel der Strafe, bekannt als „frostiges“ oder „eisiges Schweigen“. Hochdifferenzierte Kommunikation, Sprechen im einfachsten Fall,  ist der beschreibende Unterschied, die unserer Spezies den Gedanken, die Krone der Schöpfung zu sein, wenigstens im geringen Maß, berechtigt. Doch wenn Schweigen als Druck- und Zwangmittel unter Menschen eingesetzt wird verliert sich dieser Anspruch. Abgesehen von der Ungeheuerlichkeit Druck und Zwang in einer Beziehung einzusetzen, löst dies keine Probleme. Es ist noch nie eine wirkliche Problemlösung durch Schweigen erzielt worden. Das was im Kleinen gilt, einer Paar-Beziehung, gilt auch im Großem. Kommunikation, Gedankenaustausch und Erfahrungsweitergabe sind wichtige Stützpfeiler der menschlichen Psyche. Bis auf seltene Ausnahmen in der Menschheitsgeschichte in denen hochintelligente Menschen durch Einsamkeit neue Gedanken finden konnten, man erinnere sich an Buddhas Zeit unter dem Baum und Jesus Jahre in der Wüste,  braucht der gesunde Mensch, um gesund zu bleiben, das Glück geistesanregender Gespräche. Diese zu finden ist leider ein seltenes Glück und sollte auch so betrachtet, behütet und gehegt werden.
13.3.06 22:00


Gewohnheit und Sucht

Jeden Abend ein Bier. Es gibt Menschen in diesem Land, die trinken doch tatsächlich weniger als der Gesundheit dienlich ist. Bis zu einem Liter Bier pro Tag für einen Mann und bis zu einem halben Liter für eine Frau sollen, nach letzten Forschungsergebnissen, gesundheitsfördernd sein. Somit  wäre eine Flasche Bier ja eigentlich noch längst nicht das Optimum. Diese Grundidee birgt in sich aber ein Gefahr des Suchtauf- und ausbaus. Nicht von der konsumierten Menge Alkohol geht aber die Gefahr aus, die liegt ein paar Gramm unter der zur Sucht führenden Menge, es ist die Regelmäßigkeit, die hier, fast vorgeschrieben, den Suchtberater einen Kollegen aufsuchen lassen würde. Aus Regelmäßigkeit wird Gewohnheit wird Sucht. Begangen über den psychischen Weg unserer so hochgeschätzten Autonomität als Krone der Schöpfung. Wir sind letztlich Sklaven unserer eigenen Beschränkungen, gesetzt durch Gewohnheiten und alltägliche Kleinst-Rituale, an denen unser Geist versucht seine Normalität zu Stabilisieren. So beginnt der Effekt der beruhigenden Abend-Alltäglichkeit, das Feierabend-Fernseh-Biers, zu einer Notwendigkeit zu werden, ohne die ein Abend nicht mehr den Normalitäts-Normen unterliegt. Schon haben ist eine weitere Schranke gebaut, die Denken in Bahnen lenkt, schön eng und stupide, so wie es sich die meisten Menschen wünschen, da es vermeintlich Sicherheit bietet. So ist eine Alltäglichkeit notwendige Gewohnheit geworden.  Doch wenn eine Gewohnheit notwendig geworden ist, eine Normalität ohne gar nicht vorstellbar, ist es dann nicht zur Sucht geworden? Wird so nicht noch mehr Denkensenge hervorgerufen?  Beginnt die Gefahr also nicht schon mit der Gewohnheit? Zumindest der gewohnheitsmäßigen Gifteinnahme?  Denn Gewohnheiten gänzlich sein zu lassen hält unser Geist auf Dauer nicht aus. Aber gewohnheitsmäßiges Gift birgt hingegen das Potential einer physischen Abhängigkeit. Nämlich wenn neben der gewünschten psychischen Beruhigung durch Wiederholung der Wunsch nach körperlicher ,durch Zellschäden-verursachender, auftritt. Vielleicht sollte abendlicher Spaziergang eher zum ärztlichen Rat, als die Flasche Bier, werden. 
10.3.06 21:58


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