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Gewohnheit und Sucht

Jeden Abend ein Bier. Es gibt Menschen in diesem Land, die trinken doch tatsächlich weniger als der Gesundheit dienlich ist. Bis zu einem Liter Bier pro Tag für einen Mann und bis zu einem halben Liter für eine Frau sollen, nach letzten Forschungsergebnissen, gesundheitsfördernd sein. Somit  wäre eine Flasche Bier ja eigentlich noch längst nicht das Optimum. Diese Grundidee birgt in sich aber ein Gefahr des Suchtauf- und ausbaus. Nicht von der konsumierten Menge Alkohol geht aber die Gefahr aus, die liegt ein paar Gramm unter der zur Sucht führenden Menge, es ist die Regelmäßigkeit, die hier, fast vorgeschrieben, den Suchtberater einen Kollegen aufsuchen lassen würde. Aus Regelmäßigkeit wird Gewohnheit wird Sucht. Begangen über den psychischen Weg unserer so hochgeschätzten Autonomität als Krone der Schöpfung. Wir sind letztlich Sklaven unserer eigenen Beschränkungen, gesetzt durch Gewohnheiten und alltägliche Kleinst-Rituale, an denen unser Geist versucht seine Normalität zu Stabilisieren. So beginnt der Effekt der beruhigenden Abend-Alltäglichkeit, das Feierabend-Fernseh-Biers, zu einer Notwendigkeit zu werden, ohne die ein Abend nicht mehr den Normalitäts-Normen unterliegt. Schon haben ist eine weitere Schranke gebaut, die Denken in Bahnen lenkt, schön eng und stupide, so wie es sich die meisten Menschen wünschen, da es vermeintlich Sicherheit bietet. So ist eine Alltäglichkeit notwendige Gewohnheit geworden.  Doch wenn eine Gewohnheit notwendig geworden ist, eine Normalität ohne gar nicht vorstellbar, ist es dann nicht zur Sucht geworden? Wird so nicht noch mehr Denkensenge hervorgerufen?  Beginnt die Gefahr also nicht schon mit der Gewohnheit? Zumindest der gewohnheitsmäßigen Gifteinnahme?  Denn Gewohnheiten gänzlich sein zu lassen hält unser Geist auf Dauer nicht aus. Aber gewohnheitsmäßiges Gift birgt hingegen das Potential einer physischen Abhängigkeit. Nämlich wenn neben der gewünschten psychischen Beruhigung durch Wiederholung der Wunsch nach körperlicher ,durch Zellschäden-verursachender, auftritt. Vielleicht sollte abendlicher Spaziergang eher zum ärztlichen Rat, als die Flasche Bier, werden. 
10.3.06 21:58
 


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