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Respekt für Tote

Warum sollte man Tote respektieren? Letztlich ist doch nur noch eine verwesende Hülle übrig. Aber genau dieser Punkt markierte einen der Schritte vom Tier zum Menschen. Es ist nicht nur der Gedanke ein Leben nach dem Tod könnte existieren und der Körper müsste dafür unversehrt bleiben. Vielmehr der Umstand sich gewiss zu sein, und den Mitglieder seiner Gesellschaft die Gewissheit zu vermitteln, sie seien geschätzt, im Leben wie danach, bezeugt einen hohen Grad Gruppenbewusstsein. Eine Eigenschaft die uns zivilisierten Menschen als sehr hoch Anzusehende erscheinen sollte. Ein Bewusstsein zu haben macht noch lange nicht ein Wesen zu einem Menschen. Der anderen bewusst zu sein und auf dieser Grundlage eine Gemeinschaft zu bilden, die aus diesem Bewusstsein Verständnis, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft ableitet, dass macht uns zu der menschlichen Gemeinschaft. Doch all das darf nicht mit dem Ende des Lebens eines der Individuen ebenfalls enden. Zum einen weil es die Gefahr birgt nicht alles zu versuchen jemanden aus einer scheinbar aussichtslosen Situation zu retten, was sich aber jeder für sich selbst wünscht. Zum anderen weil auch Gedanken, Ideen und Ideale des Menschen ohne ihn existieren können. Sich dieser zu erinnern, sie nicht mit ihm in Vergessenheit geraten zu lassen, bedeutet ihn nicht aufzugeben, eben so wie wir es auch für uns selbst nicht wünschen. Genau deswegen sollten wir die Toten respektieren. Nicht stur und ohne zu hinterfragen ihren Gedanken folgen. Aber ihrer gedenken, und  aus dem Grund auch mit ihren sterblichen Überresten, als Ausdruck dieses Respekts, achtsam umgehen.

4.4.06 20:28
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rei-Ayanami (8.4.06 11:38)
Stimmt... mehr gibt es nicht zu sagen.


Marie (14.4.06 14:11)
-.-*


ErikDraven / Website (23.4.06 11:56)
Da fällt mir der Chor der Toten von Conrad Ferdinand Meyer ein..

Wir Toten, wir Toten sind größere Heere
Als ihr auf der Erde, als ihr auf dem Meere!
Wir pflügten das Feld mit geduldigen Taten,
Ihr schwinget die Sicheln und schneidet die Saaten,
Und was wir vollendet und was wir begonnen,
Das füllt noch dort oben die rauschenden Bronnen,
Und all unser Lieben und Hassen und Hadern,
Das klopft noch dort oben in sterblichen Adern,
Und was wir an gültigen Sätzen gefunden,
Dran bleibt aller irdische Wandel gebunden,
Und unsere Töne, Gebilde, Gedichte
Erkämpfen den Lorbeer im strahlenden Lichte,
Wir suchen noch immer die menschlichen Ziele-
Drum ehret und opfert! Denn unser sind viele!

© Conrad Ferdinand Meyer

Kurz gesagt: Achtet die Toten..

ErikDraven

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